Warum Lima-City ein nicht ernst zu nehmender Webhoster ist
Dass der Webspace von Lima-City in der Vergangenheit nur mäßig bis gar nicht benutzbar war, dürfte vielen Leuten bekannt sein. Entstanden aus dem Feature des unbegrenzten Speicherplatzes kam es zu ständigen, andauernden Problemen mit dem Speicherplatz, der immer wieder zu Ende ging. Obwohl die ehrenamtlichen Administratoren versicherten, dass keine Dateien von Kunden gelöscht wurden, konnten doch immer größere Mengen (In der Regel mehr als 100 Gigabyte nach den Erkenntnissen einer Person die ich nicht namentlich nennen werde) zur Verfügung gestellt werden. Des Weiteren berichtete mir die nicht namentlich genannte Person davon, dass größere Dateimassen kommentarlos entfernt wurden.
Es gilt zu bedenken, dass ein großer Teil der Kunden von Lima-City nur das angebotene kostenfreie Webhosting nutzen, und somit kein Geld in die Kassen Lima-Citys bringen. Resultierend daraus ist nicht zu erwarten, dass der Betreiber von Lima-City jederzeit die Kosten zur Erweiterung der Ressourcen bereitstellen möchte bzw. kann.
Dieses Problem wurde nun weitestgehend durch die Migrierung der Webspaces auf einen neuen, deutlich größer dimensionierten Server beseitigt. [1]
- 12.10.2011
- Webspace und FTP sind aus, die gesamten Informationen:
- Aktuell sind die Webspaces nicht erreichbar (per http und ftp). Die Technik ist informiert und wird das Problem so schnell wie möglich beheben.
- Aus dem Chat:
- <knight>: die apachen sind wach
- <knight>: wer von den mods genaueres wissen will, privater chat
Tschüss, Transparenz. So wird das nie was.- Problem behoben. Entweder jemand hat das hier gelesen oder sie kamen von selbst drauf. So muss das sein. Nun noch weiterhin auf dem Laufenden halten und das so fortsetzen :3
Die Idee hinter dem unbegrenzten Speicher von Lima-City ist nicht, dass man den Kunden unmengen an Speicher bereitstellt. Eher geht es darum, keine festen Beschränkungen für die Nutzungsmenge des Speichers aufzustellen.
Die feste Zuweisung von Speicherplatz müsste immer auf einer Mischkalkulation aufbauen. Lima-City hat derzeit 161 738 Benutzer. Wenn nun jeder Benutzer einen zugewiesenen Speicherplatz von einem Gigabyte hätte, hätten wir bereits fast 158 Terabyte Speicherplatz vergeben. Das ist eine nicht stämmbare Menge.
Ein Großteil der Benutzer wird vermutlich weit unter 100 Megabyte an Speicherplatz benötigen. Diese würden bei einer festen Speicherplatzzuweisung trotz ihrer geringen Nutzung ein volles Gigabyte verbrauchen. Andere Benutzer dagegen haben gut besuchte Fotogalerien, die weit mehr als 1 Gigabyte verbrauchen. Diese würden eingeschränkt werden, obwohl der Speicherplatz vorhanden wäre.
Bisher scheint Lima-City abgesehen von stark einschränkenden Nutzungsregeln [2] keinen Plan aufgestellt zu haben, wie man bei diesen Benutzermassen die Nutzung des Speicherplatzes auf ein sinnvolles Maß beschränken kann. Jedoch hat sich ein Großteil der Benutzer seit einer langen Zeit nicht mehr eingeloggt. Um sich einen Überblick zu verschaffen, wo es sich lohnt, die Benutzerdaten aufzubewahren schlage ich vor, dass Lima-City alle Benutzer per E-Mail und auf Lima-City.de benachrichtigt, eine Zeitspanne von etwa 5 Wochen setzt in der eine Reaktion erfolgen muss (auf Lima-City.de einloggen, abgesehen von Bots 5 Besucher auf dem Webspace) und alle Benutzer die nicht entsprechend reagieren aus dem System entfernt. Hierbei sollte man die Benutzer in der Benachrichtigung schon dazu auffordern, ungenutzte Accounts selbstständig zu löschen. Daraus resultieren sollte eine dauerhafte Durchführung dieser Praktik, welche jedoch mit einer größeren Zeitspanne von einem halben Jahr oder Ähnlichem in Kraft tritt.
Nachdem ein Überblick über die Nutzer geschaffen wurde schlage ich vor, dass neue Regeln zum Verbrauch des Webspaces aufgestellt werden. Meiner Meinung nach ist es nicht nötig den Kunden gewisse Dateiformate auf dem Webspace zu verbieten. Viel eher sollte Lima-City ein Soft-Limit für jeden Benutzer einführen, bei welchem der Benutzer sowie die Administrative auf den erhöhten Speicherplatz- bzw. Trafficverbrauch aufmerksam gemacht werden. Das Ziel dieser Veränderung ist es, dass niemand grundlos unbehindert große Mengen an Speicherplatz und/oder Traffic verbraucht, jedoch trotzdem die Möglichkeit besteht, erhöhte Mengen in Absprache mit der Administrative bzw. kurzfristig zu verwenden.
Zwischenzeitlich kam es zu Auslieferungsverzögerungen bezahlter Domains, deren Grund den Kunden vorenthalten wurde. Ein ehemaliger Moderator Lima-Citys jedoch veröffentlichte die Problematik:
Das Bankkonto von welchem die Domain-Registrierungsfirma die Lima-City nutzt das Geld der Domains abbucht, ist laut den Angaben des ehemaligen Moderators nicht mit einer genügenden Summe im Plus gewesen. Da die Auffüllung des Bankkontos mit den bezahlten Beträgen der Kunden durch den Betreiber von Lima-City geschehen musste, dauerte die Problematik an.
Die Hinhaltung zahlender Kunden in einem Fall wie diesem ist nicht hinnehmbar. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter von Lima-City konnten dieses Problem nicht lösen, jedoch hätten sie den Kunden gegenüber Transparenz zeigen müssen. Stattdessen wurde die Ursache der Problematik den Kunden vorenthalten und der ehemalige Moderator ermahnt.
Der Verlauf der Veröffentlichung durch den ehemaligen Moderator ist auf einer mir derzeit nicht bekannten URL zu sehen. Offizielle Problem-Threads im Forum von Lima-City werden nach einer gewissen Zeit entfernt. Daraus resultierend liegen für diesen Block nicht genügend Beweise vor.
Im Allgemeinen werden Problemfälle nicht weiter in ihrem Verlauf kommentiert, stattdessen setzt Lima-City auf Geheimhaltung verschiedener Probleme, welche jedoch in der Regel trotzdem durchsickern, was unter Anderem das Image von Lima-City schädigt.
Ein Beispiel für gute Transparenz gegenüber den Kunden ist die Hetzner Online AG. Diese bietet zwar ausschließlich bezahlte Dienstleistungen, jedoch ist die Informationspolitik auch leicht auf einen kostenfreien Webhoster übertragbar.
Vor wenigen Tagen hatte Hetzner mit einer schwerwiegenden Sicherheitslücke im Kundenverwaltungssystem zu kämpfen. Anders als man es von anderen Firmen gewohnt ist, wurde dies jedoch nicht vertuscht. Stattdessen wurden die Kunden fortlaufend darüber informiert, wie das weitere Vorgehen Hetzners aussieht [3].
Mein Lösungsvorschlag für Lima-City wäre es, eine ähnliche Statusseite einzurichten, auf der die Kunden fortlaufend durch die Administrative auf dem Laufenden gehalten wird. Diese Statusseite soll nicht durch einen Foren-Thread oder Ähnliches dargestellt werden. Eine externe Statusseite hat verschiedene Vorteile: Durch die Auslagerung aus dem normalen Betrieb ist es möglich, die Kunden auch bei schwerwiegenderen Problemen wie den Ausfall des Netzwerkes zu informieren. Des Weiteren ist eine klarere Übersicht über den Verlauf des Problems möglich, als es ein Forum ermöglichen würde. Ergänzend sollte natürlich ein Thread im Forum erstellt werden, was das Statussystem jedoch zusammen mit der Erstellung der Statusmeldung übernehmen könnte.
Das waren Probleme aus der Vergangenheit. Jedoch lösten sich die Probleme von Lima-City bis heute nicht.
Seit dem 20.8.2011 steht die IP-Adresse des E-Mail Servers bezahlender Kunden mit Toplevel-Domain auf verschiedenen Spamlisten. [4], [5], [6], [7], [8] (IP 212.83.45.134 eingeben)
Nachdem sich scheinbar niemand mehr näher zu diesem Thema äußerte, wies ein weiterer Kunde am 3.10.2011 erneut auf diese Problematik hin. [9] Zwischen diesen 2 Threads liegt eine Zeitspanne von 44 Tagen (!), in der ausgehende E-Mails zahlender Kunden von Lima-City in den Spamordnern der Empfänger landen bzw. zurück zum Absender gingen.
Jedoch wurden in diesem Zeitraum weitere Spam-E-Mails von dem betroffenen E-Mail Server von Lima-City versendet, was erneut darauf hindeutet, dass das Problem anfangs gar nicht genauer beachtet wurde. Die PSBL-Blackliste listet Spam-Versand am 25.9.2011 [10]. Unternommen hat man dann vermutlich bisher nichts.
Inzwischen hat ein ehrenamtlicher Moderator von Lima-City öffentlich die Administrative darum gebeten, eine Austragung aus den Listen vorzunehmen [11] und das Problem langfristig durch die Überprüfung ausgehender E-Mails zu lösen [12]. Die Besprechung der Lösung ist jedoch wie aus [12] zu entnehmen ist auf Dienstag den 11.10.2011 gesetzt, wodurch das Problem noch mindestens 3 weitere Tage existiert.
Bezogen darauf, dass dieses Problem nur für Kunden mit Toplevel-Domain gilt, welche in jedem Fall nach spätestens einem Jahr bezahlt werden müssen, ist der Umgang mit dem Problem nicht hinnehmbar.
Hier tritt auch erneut das Problem der fehlenden Transparenz auf. Bisher scheint es für den Kunden so, als wäre noch überhaupt nichts passiert. Hier wäre nun ein kontinuierlicher Informationsfluss nötig, auch wenn er bisher nur zeigen würde: Problem erkannt.
Eine Statusinformation wie: "Mailserver auf Blackliste, wir arbeiten dran…" jedoch wäre nicht das Ziel, besonders nicht, wenn die nächste Meldung dann wäre: "Problem ist behoben." Stattdessen sollten die Handlungsschritte öffentlich dokumentiert werden.
Sicherlich könnte man nun noch über den schlechten Umgang der ehrenamtlichen Mitarbeiter gegenüber den Kunden berichten, dies wäre jedoch hier fehl am Platz.
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(cc) by-nc-sa von Leonard Techel, 8.10.2011
[1]: https://www.lima-city.de/thread/neue-informationen-zum-webspace-speicherplatzproblem
[2]: https://www.lima-city.de/2008/speicherplatz
[3]: http://www.webcitation.org/62IFvQvLQ
[4]: https://www.lima-city.de/thread/mails-von-lima-mailserver-landen-im-spam-ordner
[5]: http://www.spamrats.com/bl?212.83.45.134
[6]: http://www.barracudacentral.org/reputation?pr=1&ip=212.83.45.134
[7]: http://www.lashback.com/blacklist/Delist.aspx?ip=212.83.45.134&h=cd7cc4ea8cd65d22a7074966d2ef8228
[8]: http://www.au.sorbs.net/lookup.shtml
[9]: https://www.lima-city.de/thread/e-mail-von-lima-city-domains-werden-von-gmail-geblockt
[10]: http://psbl.org/evidence?ip=212.83.45.134
[11]: https://www.lima-city.de/thread/austragung-aus-filterlisten
[12]: https://www.lima-city.de/board/action:jump/1023298